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19. September 2004: Stau am Start verhinderte besseres Ergebnis für Hendrik Vieth
(Brünn) Gerade hier im tschechischen Brünn wollte Hendrik Vieth, Maschinenbau - Student im 3. Semester in Emden, seinen Vorteil, die Streckenkenntnis, ausspielen. Denn gegenüber seinen Mitstreitern im Porsche Carrera Cup, der übrigens auch als schnellster Markenpokal der Welt bezeichnet wird, war der Student aus Filsum hier schon mit einem dritten Rang im Formel Renault Eurocup erfolgreich. Aber Formelsport und Tourenwagensport gehen bekanntlich getrennte Wege und so bezeichnet Hendrik Vieth ja selbst seine Rookie-Saison im Carrera Cup als Jahr des Umlernens. Immerhin hat der schnelle Ostfriese ein fast 400 PS Monster, mit 1.150 kg und über 270 km/h Spitze am Limit durch das 5,4 km lange auf und ab der tschechischen Rennstrecke vor den Toren der zweitgrößten Stadt des Landes zu bewegen. "Im Zeittraining war ich mit neuen Reifen anfangs sehr schnell", bemerkte der junge Filsumer nachdenklich, "aber der sehr raue Asphalt der Strecke ist sehr verschleißintensiv und so konnte ich über die Distanz nicht mehr die schnellen Runden fahren". Das bedeutete für Hendrik Vieth, der von mehreren norddeutschen Firmen unterstützt wird, Startplatz 11 für das Rennen.
 
"Eigentlich lief vom Start an schon alles schief" bemerkte der ostfriesische Porsche - Pilot lakonisch, "Ich geriet in einen Stau in der ersten Kurve und musste einige Konkurrenten rechts und links ziehen lassen". Natürlich ist so ein Missgeschick in einem Markenpokal wo alle das gleiche Material haben rennentscheidend. Dazu kommt, dass auf einer 5,4 km langen Strecke, übrigens die längste im Rennkalender des Porsche Carrera Cups, die Abstände fast nicht mehr aufzuholen sind. Aber wer den schnellen Ostfriesen kennt der weiß, dass das Wort "Aufgeben" praktisch in seinem Sprachschatz nicht vorkommt. Und so fuhr Hendrik als gäbe es kein Morgen und machte einige Plätze gut. Die Rennleitung sah das Engagement des jungen Studenten aus Filsum aber als etwas zu forsch an und bremste den Eifer mit einer drive -through - Strafe. Dass heißt, der Pilot muss einmal durch die Boxengasse mit Speedlimit fahren und kann sein Rennen dann wieder fortsetzen. Zu einer kleinen Kollision kam es auch noch als sich vor dem Porsche-Piloten aus Filsum ein Konkurrent drehte, "Ich konnte dem Fahrzeug nicht mehr ausweichen und fuhr ihm hinten auf das Heck", bemerkte Hendrik. Am Ende sah der Student des Maschinenbaus die Zielflagge als Vierzehnter. "Ich will das Wochenende schnell vergessen und konzentriere mich auf das Finale in Hockenheim", sagte der Filsumer schon wieder selbstbewusst nach dem Rennen. Der Lauf 9 des Porsche Carrera Cup findet am 03.10.2004 in Hockenheim statt und ist zugleich der Finallauf.

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