(Fislum) Das
hört sich im ersten Moment nicht sonderlich gut
an aber der Student aus Filsum weiß ganz genau
was er macht. Der Grund für die Nichtteilnahme
hört sich bei Hendrik ganz nüchtern an: "Das
Studium geht vor", kam trocken die Antwort auf
die Frage nach dem Start beim Finale in
Hockenheim. "Ich konnte das erste Rennen nicht
bestreiten und nun kann ich das letzte Rennen
auch nicht fahren" so der in Emden Maschinenbau
studierende Hendrik Vieth. Aber das Lehrjahr im
Tourenwagensport war trotzdem erfolgreich
verlaufen, denn der ehemalige Formel Renault
Vizemeister fuhr mehrmals in den Top 10 vor
einigen etablierten Cup-Profis.
An der
Fachhochschule in Emden standen die Prüfungen in
Mathematik und Mechanik an. Auch eine
Herausforderung die gemeistert werden muss. Wer
Hendrik kennt der weiß, dass für Ihn eine
Poleposition in seiner beruflichen Karriere
genau so wichtig ist, wie die erste Startreihe
beim Motorsport. Das zeichnet übrigens den
bodenständigen Ostfriesen aus, das Gehirn bleibt
eingeschaltet ob er mit 400 PS oder mit 1 PS
unterwegs ist.
"Ich möchte mich bei
allen Sponsoren, Förderern und Fans bedanken,
die mich in meiner ersten Tourenwagensaison
begleitet habe" bekräftig der Filsumer zum
Abschluss der Saison seine Worte, "ohne sie wäre
vieles nicht möglich gewesen". Und wer den
"schnellsten Ostfriesen" so reden hört der weiß,
im nächsten Jahr sehen wir ihn wieder.